Fachschule des Sozialwesens

Fachschule für Sozialpädagogik ( FSP )

 

Sie haben das Ziel, in den sozialpädagogischen Arbeitsfeldern (Kindertageseinrichtungen, Kinder- und Jugendarbeit, Hilfen zur Erziehung, sozialpädagogische Tätigkeiten in der Schule) professionell, selbständig und eigenverantwortlich tätig zu sein. Sie sehen sich in einem vielfältigen Berufsfeld in Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsaufgaben mit altersgemischten, multikulturellen und inklusiven / integrativen Bezugsgruppen und in der Einzelbegleitung. Sie reizt ein Berufsalltag, in dem Sie mit Ihren Kenntnissen, Fertigkeiten und personalen und sozialen Kompetenzen immer wieder neu herausgefordert werden.
Sie haben bereits durch Schule, Praktikum, eine vorherige (einschlägige) berufliche Erstausbildung und/oder Berufserfahrungen die ersten Schritte dahin unternommen. Die Perspektive auf ein späteres Fachhochschulstudium steht für Sie eventuell im Raum.

 

Was können Sie erreichen?

In diesem Bildungsgang erwerben Sie

 

  • den Berufsabschluss als „Staatlich anerkannte Erzieherin / Staatlich anerkannter Erzieher“.
  • auf Wunsch die Fachhochschulreife. Hierzu nehmen Sie am Unterricht des Differenzierungsbereiches (Mathematik) und an der zusätzlichen schriftlichen Prüfungsarbeit aus einem der drei Bereiche Deutsch/Kommunikation, Fremdsprache (Englisch) oder Mathematik / Technik / Naturwissenschaften mit Erfolg teil. Mit dem Zeugnis der Fachhochschulreife wird die Berechtigung zum Studium an Fachhochschulen oder in entsprechenden Studiengängen an Gesamthochschulen erworben.

 

Wer kann zu uns kommen?

Bewerben kann sich, wer die folgenden Voraussetzungen erfüllt:

  •     Sekundarabschluss I – Fachoberschulreife –

und

  •     eine der nachfolgend aufgeführten beruflichen Qualifikationen
  • Abschluss einer mindestens zweijährigen für die Berufstätigkeit der Erzieherin / des Erziehers dienlichen Berufsausbildung, z.B. Kinderpfleger/in, Sozialassistent/in (bzw. Sozialhelfer/in)

oder

  • Abschluss einer Berufsfachschule oder Fachoberschule mit Fachhochschulreife im Sozial- und Gesundheitswesen

oder

  • Nachweis einer einschlägigen Berufstätigkeit von mindestens 5 Jahren

oder

  • für Abiturientinnen / Abiturienten oder nach Erreichen eines Berufsabschlusses außerhalb des sozialpädagogischen Arbeitsfeldes Einzelfallentscheidungen, wenn einschlägige berufliche Tätigkeiten oder ein einschlägiges Praktikum (im Umfang von 900 Arbeitsstunden, zusammenhängend / in einer Einrichtung) nachgewiesen werden können

und

  •     den Nachweis der persönlichen Eignung durch die Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses nach § 30a BZRG.

 

Neben den formalen Voraussetzungen sollten Sie auch folgende Eigenschaften mitbringen und daran interessiert sein, sich in diesen Bereichen weiterzuentwickeln:

  • Allgemeinbildung
  • Eigeninitiative, aktives Interesse, Zuverlässigkeit
  • Körperliche, geistige, emotionale Belastbarkeit
  • Einfühlungsvermögen, Geduld, Toleranz
  • Selbstbewusstsein, Eigenständigkeit, Grenzen setzen können
  • Teamfähigkeit
  • Kompetenter Umgang mit Sprache / Ausdruck / Kommunikation
  • Kreativität, Musikalität, Spaß an Bewegung
  • Fähigkeit zur (Selbst-) Reflexion

 

 

Was erwartet Sie?

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Im zweijährigen überwiegend fachtheoretischen Ausbildungsabschnitt mit 35 Unterrichts-stunden pro Woche sind insgesamt 16 Wochen Praktikum einbezogen.
Das Unterrichtsangebot ist in Lernbereiche und -felder gegliedert. Das Lernen wird über Lernsituationen organisiert und strukturiert, die eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis ermöglichen. Die Praktika werden durch die Fachschule vor- und nachbereitet und betreut und durch die sozialpädagogischen Einrichtungen angeleitet. Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet ein Fachschulexamen statt, bei dem die Gesamtqualifikation geprüft wird.
Das Bestehen des Fachschulexamens ist Voraussetzung für den Eintritt in das anschließende einjährige Berufspraktikum (fachpraktischer Ausbildungsabschnitt). In diesem Jahr arbeiten Sie in einer Einrichtung der Kinder- und Jugendarbeit und erhalten
160 – 200 Stunden begleitenden Unterricht im fachrichtungsbezogenen Lernbereich. Das Berufspraktikum schließt mit einem Kolloquium (Abschlussprüfung) ab.

 

Welche Fächer werden unterrichtet?

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich

  • Deutsch/Kommunikation
  • Fremdsprache (Englisch)
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Naturwissenschaften

Fachrichtungsbezogener Lernbereich

  • Berufliche Identität und professionelle Perspektive weiter entwickeln
  • Pädagogische Beziehungen gestalten und mit Gruppen pädagogisch arbeiten
  • Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern
  • Sozialpädagogische Bildungsarbeit in den Bildungsbereichen professionell gestalten
  • Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit Eltern und Bezugspersonen gestalten sowie Übergänge unterstützen
  • Institution und Team entwickeln sowie in Netzwerken kooperieren
  • Religionslehre/Religionspädagogik
  • Wahlfach zur Vertiefung
  • Projektarbeit
  • Sozialpädagogische Praxis in Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

 

Differenzierungsbereich (zum Erwerb der Fachhochschulreife)

  • Mathematik

Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

 

  • BAföG – Auskunft erteilt das Amt für Ausbildungsförderung beim Kreis Siegen-Wittgenstein.

 

 

  • Der Bildungsgang ist für die Weiterbildungsförderung durch die Agentur für Arbeit zugelassen, sofern die persönlichen Voraussetzungen vorliegen. Nähere Informationen erhalten Sie dort.

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Wen können Sie ansprechen?


Herr StD Bernhard Breuer

Anmeldungen sind über das Portal Schüler Online ab Ausgabe der Halbjahreszeugnisse möglich