Fachschulen des Sozialwesens

Fachschule für Heilerziehungspflege ( FHP )

Praxisintegrierte Ausbildung

Was können Sie erreichen?

Die Fachschule für Heilerziehungspflege bildet zu staatlich anerkannten Heilerziehungspflegerinnen / Heilerziehungspflegern aus. Diese sind Fachkräfte der Behindertenhilfe, die für die Begleitung, Pflege und Erziehung von Menschen zuständig sind, die infolge einer Schädigung ihrer körperlichen, geistigen, seelischen oder sozialen Möglichkeiten soweit beeinträchtigt sind, dass sie ihr Leben nur unter erschwerten Bedingungen gestalten können.

Wer kann zu uns kommen?

Aufnahmevoraussetzungen:

  1. Fachoberschulreife
  2. Nachweis der persönlichen Eignung durch ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis
  3. abgeschlossene (einschlägige) Berufsausbildung (z.B. Sozialassistenz oder KInderpflege) oder eine entsprechende Ersatzleistung

Mögliche Ersatzleistung:

  • Berufsfachschulbildungsgänge nach Anlage C5 (zweijährige höhere Berufsfachschule für Sozial- und Gesundheitswesen)

oder

  • Fachoberschulbildungsgänge mit dem fachlichen Schwerpunkt Sozial- und Gesundheitswesen (Klasse 11 und 12 nach Anlage C9)

oder

  • Fachhochschulreife (schulischer Teil) plus einjähriges Praktikum in der Behindertenhilfe

oder

  • Nachweis einer einschlägigen Berufstätigkeit von mindestens fünf Jahren
  • Im Einzelfall zugelassen sind auch Bewerber/-innen mit Allgemeiner Hochschulreife, die einschlägige berufliche Tätigkeiten im Umfang von mindestens 900 Arbeitsstunden in einer geeigneten Einrichtung nachweisen (beispielsweise das Ableisten eines sozialen Jahres, eines einschlägigen Ersatzdienstes, Zivildienstes oder Praktikums).

Was erwartet Sie?

Dauer und Organisation der praxisintegrierten Ausbidung:

Die Ausbildung entspricht inhaltlich einer vollzeitschulischen Ausbildung und dauert drei Jahre. Fachtheoretische und fachpraktische Ausbildungsabschnitte (einschl. Berufspraktikum) werden integriert, um eine möglichst praxisnahe Ausbildung zu gewährleisten.

Der Unterricht findet an zwei aufeinander folgenden Tagen pro Woche (18 Wochenstunden) sowie in jährlich drei Blockwochen in der Fachschule für Heilerziehungspflege in Siegen statt.

In der übrigen Zeit erfolgt der Einsatz in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Behindertenhilfe mit mindestens 50% der regulären Arbeitszeit.

Die Studierenden werden durch die Schule auch in der Praxis begleitet.

 

Hier findet man ein Angebot an Praktikumsplätzen.

Welche Fächer werden unterrichtet?

Stundentafel:

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich

  • Deutsch/ Kommunikation
  • Englisch
  • Politik/ Gesellschaftslehre
  • Religionslehre

Fachrichtungsbezogener Lernbereich:

  • Didaktik und Praxis der Heilerziehungspflege
  • Heilerziehungspflegerische Theorie
  • Pflege und Gesundheit
  • Organisation/Recht/Verwaltung/EDV
  • Heilerziehungspflegerische Methoden

(z.B. Basale Stimulation, Kommunikation, Psychomotorik,Musik / Rhythmik, Kunst, Hauswirtschaft)

  • Projektarbeit
  • Praxis in Einrichtungen der Behindertenhilfe

Differenzierungsbereich

  • Mathematik (Die Teilnahme an diesem Unterricht ist erforderlich für den Erwerb der Fachhochschulreife)

Wie gestaltet sich die Prüfung?

Die Ausbildung schließt mit dem Fachschulexamen ab. Es besteht aus einer schriftlichen und ggf. mündlichen Prüfung. Im Anschluss daran findet die fachpraktische Prüfung in Form eines Kolloquiums statt.

Durch die Teilnahme am Mathematikunterricht und eine erweiterte Abschlussprüfung ist der Erwerb der Fachhochschulreife möglich.

Wie bewerbe ich mich?

Für die Aufnahme in die Fachschule können Sie sich ab sofort direkt am Berufskolleg AHS mit den erforderlichen Unterlagen bewerben. Darüber hinaus müssen Seie sich über schüler-online bewerben. Sie sollten so früh wie möglich Kontakt zu Einrichtungen der Behindertenhilfe aufnahmen, um dort Ihr Interesse an einem praxisintegrierten Praktikumsplatz deutlich zu machen.

Der Bewerbung sind beizufügen:

  • ein Lebenslauf
  • ein Lichtbild
  • der Nachweis der Fachoberschulreife bzw. das Zeugnis des letzten allgemeinbildenden Schulabschlusses
  • der Nachweis der abgeschlossenen Berufsausbildung oder Ersatzleistungen (siehe Zugangsvoraussetzungen)
  • der Nachweis der persönlichen Eignung durch die Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses nach §30a BZRG. Dieses ist kostenpflichtig. Es reicht daher aus, dieses erst nach Erhalt der vorbehaltlichen Zusage Ihres Schulplatzes einzureichen.
  • der Nachweis eines Ausbildungsplatzes in einer Einrichtung der Behindertenhilfe sollte möglichst schon bei der Bewerbung an der Fachschule erfolgen, weil dann durch einen Bonus die Aufnahmechancen verbessert werden
  • Für dieendgültige Aufnahme in die Fachschule muss bis spätestens zum 15. April ein Ausbildungs- bzw. Praktikumsvertrag in dreifacher Ausfertigung vorliegen.

Hier finden Sie das Angebot an Praktikumsstellen für die praxisintegrierte Ausbildung Heilerziehungspflege im Schuljahr 2017/2018. Die dort aufgeführten Einrichtungen sind Mitglieder im Praxisbeirat Heilerziehungspflege. Sollten Sie Ausbildungsangebote von anderen als den dort aufgeführten Einrichtungen haben, bitten wir Sie um Abklärung mit der Fachschule.
Falls eine Einrichtung Sie gerne als Auszubildenden aufnehmen möchte, sollte die Einrichtung Ihnen dies mittels eines Nachweisformulars, das den Einrichtungen vorliegt, mit denen wir bislang kooperieren. Diesen Nachweis eines vorbehaltlichen Ausbildungsplatzes sollten Sie in jedem Fall der Bewerbung beifügen, da Sie dann im Bewerbungsverfahren einen Bonus erhalten.
Sie erhalten bis zum 15. März 2017 einen Bescheid der Fachschule für Heilerziehungspflege. Im Falle Ihrer Aufnahme in die Fachschule ist der vorbehaltlichen Zusage ein Praktikantenvertrag beigelegt, den Sie dann schnellst möglich mit der Einrichtung abschließen und spätestens bis zum 15. April 2017 der Fachschule ausgefüllt und unterschrieben vorlegen sollten.
Die endgültige Aufnahme in die Fachschule für Heilerziehungspflege ist nur möglich, wenn ein entsprechender Praktikumsvertrag mit einer Wochenarbeitszeit von mindestens 19,5 Wochenstunden vorliegt. Liegt dieser Vertrag dem Berufskolleg AHS nicht bis zum 15. April 2017 vor, werden freiwerdende Schulplätze über die Warteliste umgehend neu besetzt.

 

Welche finanziellen Fördermöglichkeiten gibt es?

Kosten der Ausbildung

Es besteht Schulgeld- und Lernmittelfreiheit. Im Einzelfall kann ein Rechtsanspruch auf Förderung nach den Bestimmungen des SGB III (Förderung der beruflichen Weiterbildung) gegeben sein.

Für diese Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit sind unsere Fachschulen zertifiziert.

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Wen können Sie ansprechen?

Frau StD’in Susanne Propach

 

Anmeldungen sind über das Portal Schüler Online ab Ausgabe der Halbjahreszeugnisse möglich!